Zwischen Esskastanie, Wallnussbaum, Bienenstock und alten Mauern, gibt es bei uns immer etwas zu entdecken.
In dieser Rubrik teilen wir kleine Eindrücke aus unserem Hofalltag: besondere Momente mit Tieren, Einblicke in unsere Arbeit, Rezepte und Gedanken, die uns unterwegs begleiten. Ob lustig, überraschend oder einfach schön – hier findet sich ein Stück Hof für jeden Moment. Lasst eure Seele baumeln, gönnt euch eine kleine Auszeit und genießt die Bilder, viel Spaß dabei!
Rezept: Spargelpizza - Dank an Torsten
Alle Jahre wieder.
Ab Mitte April ist es soweit, das Edelgemüse wächst. Hier in unserem kleinen Spargeldorf war es früher fast auf jedem Hof zu haben. Daher gilt es auch hier nicht nur bekannte Wege zu gehen, sondern auch mal etwas Neues auszuprobieren.
Rezept
Pizzateig für ein Blech
500g -750g Spargel
Sauce Hollandaise
Schinken
Käse
Den Spargel durchbrechen und kochen
(mit Butter, Zucker und einer Prise Salz - nicht zu weich)
Den Teig mit der Sauce bestreichen und belegen, abschließend noch ein wenig Sauce und Käse.
Kulinarische Genuss
180°C in den Ofen und beim gewünschten Bräunungsgrad rausnehmen. Guten Appetit!
Die Mehrzweckhalle
Im Jahr 2020 haben wir uns unserem bis dahin größten Bauprojekt gestellt: unserer Mehrzweckhalle. Es ging kein Weg mehr daran vorbei – mit der Reaktivierung der alten Landwirtschaft brauchten unsere Maschinen endlich einen trockenen Platz, und auch etwas mehr Ordnung auf dem Hof war dringend nötig.
Der Bau erfolgte im Baukastensystem komplett in Eigenregie. Die Umsetzung war spannend, manchmal auch ein wenig gefährlich – aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Heute, rückblickend, würden wir wohl zwei Fächer mehr anbauen. Denn Platz kann man auf einem lebendigen Hof einfach nie genug haben.
Der Unterstand wird zum Stall
Ja, wirklich heimisch und gemütlich sieht der Unterstand (noch) nicht aus. Auch das Gefährdungspotenzial durch allerlei Dinge ist auf den ersten – und wohl auch allen folgenden – Blick nicht zu übersehen.
Aber: Der Platz ist super, die Grundidee klar erkennbar und grenzenloser Optimismus hilft bekanntlich enorm. Gesagt, getan – wir bauen weiter! Diesmal entsteht ein witterungsfester Unterstand, in dem unsere Pensionsrinder Schutz finden und sich wohlfühlen können.
Geschafft – unser Unterstand steht!
Alle haben mit angefasst, getüftelt und geschraubt – und nun ist es final geschafft: Unser Unterstand steht!
Und was haben wir gelernt? Kühe nutzen ihn… nun ja, nur bei Regen. Aber egal – Hauptsache, er ist da, sicher und bereit, wenn er gebraucht wird
Holz
Fressgitter
Fahrgestell
Unsere neue Herde – Herausforderungen inklusive
Bei uns ist eine Herde behornter Rinder eingezogen – vom kleinen Dexter bis zum Blaube Belgier-Mix ist alles dabei. Und natürlich brachte das gleich neue Herausforderungen mit sich:
Wie füttern wir sicher, ohne dass jemand versehentlich aufgespießt wird? Wie stellen wir sicher, dass alle Tiere – egal Größe oder Hornlänge – gleichzeitig und ohne Platzprobleme fressen können? Und nicht zuletzt: Wie lassen sie sich sicher einfangen, wenn es nötig ist?
Bei jeder Aufgabe lernen wir dazu – mit viel Beobachtung, Tüftelei und einer großen Portion Respekt vor unseren neuen Hofbewohnern.
So ist der Fressstand in seiner Urform entstanden - warum Urform - die Riegel sind mittlerweile abgebaut. Dafür haben wir eine neue Lösung gefunden...
Treffer – unser neuer Fangstand
Auf einer bekannten Kleinanzeigenplattform haben wir endlich unser Objekt der Begierde gefunden: unseren neuen Fangstand! Ein Stück Sicherheit für uns und unsere Rinder – und wir können es kaum erwarten, ihn in Betrieb zu nehmen.
Sicherheit für Mensch und Tier
Die Wasserbüffel, die er vorher in Schach gehalten hat, haben meinem Mann als Handwerker ordentlich Arbeit beschert. Aber wie immer gilt: Wo eine Idee ist, gibt es auch eine Lösung.
Wir haben passende Lösungen gefunden und unsere Ausstattung um einige Weidepanels ergänzt. So stehen nun ein Treibegang, ein Roundpen zum Einfangen und ein Behandlungsstand bereit.
Für uns und unsere Tierärztin bedeutet das: Sicherheit für alle! Auch wenn unsere Tiere handzahm und leicht verwöhnt sind, gibt es Behandlungen, die notwendig, aber nicht immer angenehm sind – und der neue Stand hat sich dabei schon treu bewährt.
Guten Hunger!
Auch Pausen müssen sein – und am liebsten verbringen wir sie gemeinsam mit Freunden. Aus einer spontanen Idee entstand eine kleine kulinarische Tradition: Wir haben füreinander gekocht, mit eigener Speisekarte und viel Raum für Kreativität. Jeder Abend war anders, jedes Paar konnte sich frei ausleben, neue Geschmäcker entdecken und besondere Momente schaffen.
Diese Abende waren etwas ganz Besonderes. Sie erinnern uns daran, wie wichtig solche gemeinsamen Auszeiten sind – gerade neben all der Arbeit und der Freude über das Erreichte. Momente, die wir sehr schätzen und nicht missen möchten.
Unser Jahr - kurz und knapp
Unser Jahr ist gut gefüllt – auch wenn der Winter zunächst ruhiger beginnt. Diese Zeit nutzen wir für Reparaturen, kurze Urlaube, zum Durchatmen, Energie tanken, Anträge stellen und um das neue Jahr zu planen.
Langsam nimmt alles wieder Fahrt auf. Am 31.01. – Güllesilvester – startet das letzte halbe Jahr des landwirtschaftlichen Jahres, das am 30.06. endet und in ein neues Wirtschaftsjahr übergeht. Auch wenn wir unseren Betrieb im Nebenerwerb führen, bedeutet das viel Organisation und vorausschauende Planung. Familie, Jobs, Hobby und alles, was der Alltag sonst noch mit sich bringt, müssen unter einen Hut gebracht werden.
Die großen Fixpunkte unseres Jahres sind die Heuernte, die Imkerei und im Winter die Waldarbeit. Daran richtet sich vieles in unserem Leben aus. Unsere Pläne entstehen dabei oft ganz nebenbei – am Lagerfeuer oder beim Treckerfahren, Wiese auf, Wiese ab.
Unser gesamtes Heu können wir noch nicht selbst produzieren – das ist ein Ziel für die Zukunft. Zum Glück wissen wir, woher wir gutes Heu beziehen können, und schätzen es sehr, dass die Landwirte sich um die Bekämpfung des Kreuzkrauts bemühen. Diese Pflanze ist stark giftig, in allen Teilen, und muss konsequent entfernt und als Sondermüll entsorgt werden – ein Thema, das uns das ganze Jahr über begleitet.
Nicht alle unsere Tiere stehen direkt bei uns am Haus. Einige verbringen den Sommer auf einer Sommerweide an der Weser. Aufgrund der Überschwemmungsgefahr müssen wir diese Fläche im Winter jedoch verlassen: Zäune abbauen, Tiere zurückholen und alles so herrichten, dass wir im neuen Jahr wieder von vorn beginnen können.
Im Frühjahr wird die Weide sorgfältig abgesucht. Durch die Überschwemmungen finden sich dort manchmal spannende Dinge – sogar eine Flaschenpost war schon dabei – leider aber auch viel Müll, der selbstverständlich entfernt werden muss, bevor die Tiere zurückkehren. Dann werden die Stromzäune neu aufgebaut, das Weidezaungerät angeschlossen und mindestens zweimal täglich kontrolliert, ob es den Tieren gut geht.
Da es sich teilweise um ein Naturschutzgebiet handelt, dürfen dort nur begrenzt viele Tiere – sogenannte Großvieheinheiten – grasen. Auch müssen die Tiere dafür geeignet sein. Wer also den Sommer dort verbringen darf, wird bei uns schon im Winter sorgfältig ausgewählt.
Apfelsaft
Wir haben es gewagt und unseren eigenen Apfelsaft hergestellt – schaut selbst!