Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, im Rhythmus der Landwirtschaft und mit mehreren Generationen unter einem Dach. Mit anpacken gehörte von klein auf dazu – genauso wie tüfteln, reparieren und Lösungen finden.

Vom Hof führte mein Weg zunächst in eine Lehre im Metallbau. Über zwanzig Jahre arbeitete ich in der Industrie, sammelte Erfahrung, Fachwissen und einen neuen Blick auf Prozesse und Technik. Und doch zog es mich zurück zu meinen Wurzeln: zurück auf den Hof. Noch einmal back to the roots – mit neuem Wissen, aber dem gleichen Tatendrang wie früher.

Wir wollen auch morgen noch hier leben. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für heute, sondern für kommende Generationen. Besonders im Wald zeigt sich dieser Gedanke als eine Art Generationenvertrag: Wir legen heute den Grundstein und übergeben eine wachsende, gesunde Pflanze an unsere Nachkommen, damit sie weiter wirtschaften können.

Dabei heißt nachhaltig sein nicht, stehen zu bleiben. Im Gegenteil: Heute schon an morgen denken, neue Wege gehen, auch wenn sie auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken. Einfach machen, Vertrauen haben und mit Zuversicht nach vorne schauen – das wird schon.

Bei aller Arbeit darf eines nicht zu kurz kommen: das Leben genießen. Freundschaften begleiten einen ein Leben lang und sind ebenso wichtig wie Familie. Sie bedeuten Auszeit, Runterkommen und neue Kraft tanken.

Ob im Urlaub, bei kurzen Ausflügen oder in kleinen, gemeinsamen Momenten – diese Erdung gibt mir Energie. Energie für neue Ideen, neue Projekte und all das, was noch kommen soll. Denn es gibt noch viel, das angepackt und umgesetzt werden will.

Und wo passe ich hinein?

Aus demselben Dorf stammend, haben sich unsere Wege beim örtlichen Schützenverein gekreuzt. Das ist inzwischen schon eine ganze Weile her. Wir ticken in vielen Dingen gleich – und sind doch in anderen unglaublich unterschiedlich. Ich bin vermutlich das kleine bisschen Chaos in seinem Leben und nicht ganz unschuldig an dem einen oder anderen grauen Haar.

Uns verbindet die Liebe zu Neuem ebenso wie zur Beständigkeit. Das Tempo, das wir gemeinsam vorgeben, ist nicht immer leicht zu halten – auch wir geraten gelegentlich ins Straucheln. Aber genau darin liegt unsere Stärke: Wir halten zusammen und gehen weiter.

Beruflich komme ich aus der Wirtschaft, habe in diesem Bereich studiert und gearbeitet. Viele Jahre war das Reiten mein großes Hobby, begleitet von zahlreichen Lehrgängen und Weiterbildungen. Als wir beschlossen haben, den Hof wieder zu beleben – das Wild und die Imkerei waren ja bereits da – musste auch ich meinen Platz finden.

Heute bin ich so etwas wie der Paparazzi, der unser Leben dokumentiert, dazu Organisatorin und Koordinatorin der Termine und des gesamten Alltags. Durch viele Stunden an Weiterbildungen im landwirtschaftlichen Bereich habe auch ich mir Wissen in der Rinderhaltung, der Weidewirtschaft und allem, was dazugehört, angeeignet.

Mein Schwerpunkt liegt jedoch klar bei den administrativen Aufgaben und im Büro – und das ist auch gut so. Einem Handwerker erklärt man sein Handwerk nicht, und ein Handwerker erklärt einem Büromenschen nicht seins. So läuft das bei uns.

Daneben liebe ich es zu basteln, zu malen und zu gestalten. Wer weiß – vielleicht wird unser Hof irgendwann einmal eine große Ausstellung oder sogar ein Skulpturenpark. Mal sehen, was noch entsteht.